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Der ganz normale Wahnsinn, Teil 2!

Was war das wieder für eine Woche!

Aigner, Seehofer, Dobrindt, Scheuer, Merk! In Deutschland scheint es nur noch die CSU zu geben...
 
Den Anfang dieser Woche machte ja das viel beachtete, wenn auch im Endeffekt total unnütze Aufbegehren der vermeintlichen Kronprinzessin Ilse gegen den unantastbaren König Horst. Der vollkommen nachvollziehbare und durchdachte Vorschlag, die Kosten der Energiewende, welche ja als Investition für die kommenden Generationen angelegt sind auch auf eben diese mit umzulegen, war eben eine nicht Seehofer-konforme Denke. Zu logisch. Das Seehofer schon in den letzten beiden Jahren gegen seinem ehemaligen Finanzminister Söder geätzt hat und jetzt wieder mal eine "Untergebene" abgekanzelt hat, um seinen Status zu manifestieren, zeigt ja nur wieder, dass die CSU genauso wie die CDU eine Ein-Person-Partei ist.
Dieses scheinheilige "Heile-Welt"-Laientheater, welches auf der Klausur in Wildbad Kreuth dann demonstrativ für die Kameras der Presse inszeniert wurde, kann denn wohl auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der König keinesfalls die Positionierung eines ebenbürtigen Kontrahenten zulässt. In Bezug auf die Klausur der CSU in Kreuth war die  Kritik von Gastredner Peter Neher, seines Zeichens Caritas-Präsident, an der Debatte um die Armutszuwanderung noch erwähnenswert. Die CSU betreibt mit Ihren populistischen Parolen á la "Wer betrügt, der fliegt!" auch gerade eine Franz-Josef-Strauß-Gedächtnispolitik getreu dem Straußischen Zitat: "Rechts von der CSU darf es nicht mehr geben"! Dass die CSU mit dieser Strategie versucht der AfD die Stimmen streitig zu machen, zeigt dass der AfD-Vorsitzende Lucke sich quasi genötigt sah, die EU für Ihre Ansicht in der Causa Armutszuwanderung und Zerstörung der deutschen Sozialsysteme scharf zu kritisieren um mal wieder zu zeigen, welche Partei eigentlich den Anti-EU-Wahlkampf gemacht hatte.
Das Seehofer auch unverkennbar ein Händchen für Hardliner hat wird auch bald der neue Generalsekretär und somit Wadlbeißer vom Dienst, Andreas Scheuer noch zeigen.

Wenn man König Horst als unkontrollierbar und schwierig ausmacht, dann muss das auch für seinen Ziehsohn aus seiner ehemaligen Legislaturperiode, der jetzige Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, gelten, welcher gerade mit aller Macht versucht das Prestigeobjekt Nr. 1 von Seehofer aus den Koalitionsvertrag irgendwie sich zu recht zu basteln ohne dabei zu realisieren (was dem CSU-Chef wohl von Anfang klar war), die Idee der PKW-Maut eine Totgeburt, weil Sie unter den Gesichtspunkten von Seehofer (keine Mehrbelastungen für deutsche Autofahrer, Ausländer-Maut) einfach nicht konform mit dem EU-Recht geht. Dass das mit der Logik bei politischen Entscheidungen Seehofers nicht weit her ist, hat sich ja schon gezeigt. Allerdings wird der Druck von den Nachbarländern, allen voran Österreich, immer größer, was freilich die (bayerischen) Politiker nicht zum transpirieren bringt. Neben den mir bereits bekannten Fakten konnte ich inzwischen in der Neuen Zürcher Zeitung lesen, dass die Österreicher Verkehrsministerin Doris Bures von der SPÖ den Gang vor den EuGH fest vor hat, und die FPÖ ihrerseits als Reaktion plant Studiengebühren für Ausländer zu erheben, welche dann widerum hauptsächlich Deutsche treffen würde.

Es gibt auch zu meiner Lieblingspolitikerin aus den Jahren 2012 und 2013 Neues zu berichten. Was durch die Hand Seehofers passieren kann, wenn man als Ministerin für Reputationsverlust eines Ressortbereichs, des Freistaats und gar des ganzen Landes nach Innen so wie Außen sorgt, kann man hervorragend an Beate Merk sehen. Die ehemalige bayerische Justizministerin wurde auf den undankbaren Posten der Europaministerin verbannt und darf jetzt auf (unnötigen) Reisen in der Ferne Ihre Inkompetenz unter  Beweis stellen. Allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass der Reputationsverlust bei den vollkommen schwachsinnigen, bayerischen Wählern auch nicht wirklich groß zu seien schien, da Sie ja dennoch mit überwältigender, und vorallem absoluter Mehrheit in Ihrem Wahlkreis wiedergewählt wurde. Mehr muss dazu wohl nicht gesagt werden.

Auch wenn es mit dem Comeback von Ex-Umweltminister Röttgen, dem Gerichtsurteil, wonach "geisterfahrende" Radler dennoch Vorfahrt haben sowie der Düpierung von Familienministerin Manuela Schwesig bezüglich der Einführung der 32-Stunden-Arbeitswoche für junge Eltern und anderer News noch genug Potential gegeben hätte, will ich mich für heute damit zufrieden geben. Trotz allem bin ich eigentlich sehr froh in Deutschland zu leben, wenn ich bedenke, dass ich im Zuge des Raubmordes an der ehemaligen Miss Venezuela gelesen habe, dass Venezuela mit einer Mordrate von 79 Todesfällen pro 100.000 Einwohner das gefährlichste Land Südamerikas ist (Deutschland: 0,8) und allein in 2013 ca. 24.500 Menschen ermordet wurden.

 

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

12.1.14 19:47
 


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